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Kreis Heinsberg & Region

60 Jahre Lebenshilfe Heinsberg

© Lebenshilfe Heinsberg

Schlüsselübergabe v.l.n.r. Klaus Meier, Birgitt Voßenkaul, Pascal Simons, Toni Rasche, Josef Viethen und Bettina Rademacher 


Neues Multifunktionsgebäude erstmals vorgestellt

Heinsberg. Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens hat die Lebenshilfe Heinsberg e.V. am 29. Januar 2026 – dem Gründungstag des Vereins – ein besonderes Zeichen für die Zukunft gesetzt. Im Rahmen einer Jubiläumsfeier wurde den Mitgliedern erstmals das neue multifunktionale Bildungs- und Begegnungshaus an der Parkstraße 26 in Heinsberg-Oberbruch vorgestellt.

„Wir wollen heute nicht nur zurück schauen, sondern vor allem einen Blick in die nahe Zukunft werfen“, begrüßte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Meier die rund 200 geladenen Gäste. „Dieses Gebäude, das schon bald bezogen wird, steht sinnbildlich für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lebenshilfe Heinsberg und ihr langjähriges Engagement für Teilhabe, Förderung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung.“ 

Das neue Haus ist die logische Weiterentwicklung und räumliche Ergänzung des Lebenshilfe Centers an der Richard-Wagner-Straße, das vor genau zehn Jahren eröffnet wurde, um erstmals Raum und Anlaufstelle für die damals neuen ambulanten Dienste zu schaffen. Die kontinuierliche Etablierung dieser Förderangebote und die wachsende Klientenzahl erfordert schon länger mehr Raum, weshalb nun das neue Haus entsteht. Beide Standorte liegen fußläufig zueinander und bilden gemeinsam ein zusammenhängendes Zentrum für Bildung, Förderung, Beratung und Begegnung innerhalb der Lebenshilfe Heinsberg.

Im Erdgeschoss ist der Berufsbildungsbereich mit derzeit rund 70 Teilnehmenden angesiedelt. Hier werden zukünftige Mitarbeitende der Werkstätten über rund zwei Jahre hinweg gefördert – unter anderem in Kulturtechniken, Mobilität, Material- und Werkstofferfahrung sowie durch Praktika in unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

In der ersten Etage entsteht ein weiterer Seniorentreff, der zunächst zwölf ehemaligen Werkstattmitarbeitern Tagesstruktur und Förderung bietet. Die unmittelbare Anbindung an die Werkstätten ermöglicht es, vertraute Sozialräume zu erhalten, Kontakte zu pflegen und auch im Rentenalter weiterhin „Werkstattluft“ zu schnuppern. Ebenfalls hier befinden sich die Förder- und Beratungsräume der Schulassistenz, deren rund 100 Mitarbeitende Kinder und Jugendliche an vielen Kitas und Regelschulen im Kreis Heinsberg begleiten.

In den oberen Etagen entstehen neue Räumlichkeiten für die Therapiepraxis mit Logo- und Ergotherapie, für die Sonderpädagogische Familienhilfe (SPFH) sowie erstmals für den Dienst „Unterstützte Kommunikation“. Der Aufbau dieses noch jungen Angebotes wird in den kommenden 60 Monaten gefördert. Damit schaffen wir die fachlichen und räumlichen Voraussetzungen, um einrichtungsübergreifend ein zentrales Förderkonzept für Menschen zu etablieren, die sich verbal nicht oder nur eingeschränkt ausdrücken können.

Ein weiterer zentraler Baustein des Hauses ist das Kompetenzzentrum Autismus-Spektrum-Störung (KompASS). Aktuell begleitet KompASS über 110 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die neuen Räumlichkeiten ermöglichen es, Einzel- und Gruppenangebote auszuweiten und Angebote an einem Ort zu bündeln.

Ergänzt wird das Haus durch vier Schulungsräume in der oberen Etage, die einrichtungsübergreifend genutzt werden. Mit über 1.200 Fachkräften und einem stetig wachsenden Fortbildungsangebot ist dies ein wichtiger Baustein für Qualität, Fachlichkeit und Weiterentwicklung innerhalb der Lebenshilfe Heinsberg.

Auch architektonisch und energetisch setzt das Gebäude Maßstäbe, erläuterte Architekt Josef Viethen den Gästen mit der Übergabe des Schlüssels. Auf rund 2.000 Quadratmetern Nettofläche entstand ein moderner Neubau im modernen Energiestandard mit Wärmepumpe, Photovoltaikanlage, Wärmerückgewinnung sowie extensiven Gründachflächen. Der Bau des Gebäudes wird durch die Aktion Mensch gefördert. Die Lebenshilfe Heinsberg bedankt sich ausdrücklich für diese Unterstützung, die die Umsetzung dieses zukunftsorientierten Projekts maßgeblich ermöglicht hat.
Infobox:

Die Lebenshilfe begleitet rund 2500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Menschen mit Behinderung an rund 50 Standorten im Kreisgebiet Heinsberg. Mehr als 1200 Fachkräfte – Pädagogen, Therapeuten, medizinisches Fachpersonal, Handwerker und Verwaltungsangestellte engagieren sich auf vielfältige Weise für eine individuelle Förderung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung – in der Frühförderung, Therapiepraxis, Schul- sowie Freizeitassistenz, in inklusiven Kindertagesstätten, im Autismuszentrum, in Wohneinrichtungen oder Werkstätten oder auch in der Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Mehr Infos im Internet: www.lebenshilfe-heinsberg.de 

Quelle: PM Lebenshilfe Heinsberg

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