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Kreis Heinsberg & Region

Förderkreis 12Zylinder 90 e. V. unterstützt erneut das Westdeutsche Tumorzentrum Essen

Foto: Förderkreis 12Zylinder 90 e.V..

Symbolische Spendenübergabe des Förderkreis 12Zylinder e. V. an Dr. Miriam Götte ( vorne 2. v. r.) und Simon Bastek (vorne 2. v. l.) vom Institut für Sport und Bewegungstherapie am Westdeutschen Tumorzentrum Essen.




Erkelenz/Essen. Mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro setzt der Förderkreis 12Zylinder 90 e. V. sein langjähriges Engagement für die Sport- und Bewegungstherapie am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) Essen fort. Zur symbolischen Scheckübergabe besuchten mehrere Mitglieder des Vereins – erstmals gemeinsam mit ihren Partnerinnen – die Kinderonkologie des Universitätsklinikums Essen.

Empfangen wurden die Gäste von Dr. Miriam Götte und Simon Bastek vom Institut für Sport- und Bewegungstherapie. Beide gaben einen umfassenden Einblick in die Arbeit ihres Teams, die Schwerpunkte der Therapie, aktuelle Forschungsprojekte sowie die vielfältigen Kooperationen, die in den vergangenen Jahren mithilfe von Spendengeldern aufgebaut werden konnten. „Ohne die 12Zylinder und ihre Spenden hätten wir die Sport- und Bewegungstherapie hier nicht etablieren können“, betonte Dr. Miriam Götte. Das erste Spendengeld für das Projekt sei seinerzeit vom Förderkreis gekommen. Seither begleite der Verein die Entwicklung des Angebots kontinuierlich.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Ziel, Kinder und Jugendliche trotz ihrer schweren Erkrankung in Bewegung zu bringen. Gerade nach langen Aufenthalten auf Isolierstationen sei körperliche Aktivität von großer Bedeutung, erläuterten Götte und Bastek. Die bisherigen Erfahrungen zeigten deutlich, dass die therapeutischen Angebote positive Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten hätten. Eine besondere Rolle spiele dabei die sogenannte Prärehabilitation – also die gezielte körperliche Vorbereitung und Begleitung vor und während der Behandlung. Langfristiges Ziel des Teams sei es, die Sporttherapie im Krankenhaus mit drei bis fünf Einheiten pro Woche sowie ein anschließendes sechsmonatiges Heimtraining als Regelleistung der Krankenkassen zu etablieren. „Das ist unser größter Wunsch“, sagte Dr. Miriam Götte. Zugleich machte sie deutlich, wie wichtig Spenden und Forschungsgelder weiterhin seien: „Ohne diese Unterstützung stünde ich praktisch allein da, denn lediglich meine Stelle ist finanziert.“

Für die informativen Einblicke bedankten sich die Vertreter des Förderkreises herzlich. Vorsitzender Thiemo Schmitz und Geschäftsführer Wilfried Lentzsch unterstrichen die Bedeutung der Sporttherapie für die Heilungschancen krebskranker Kinder und Jugendlicher. „Die Unterstützung dieses Projekts liegt uns besonders am Herzen“, sagte Schmitz. Ein Großteil der aktuellen Spendensumme sei bei der Benefizgala des vergangenen Jahres zusammengekommen. Auch in diesem Jahr lädt der Förderkreis wieder zur Gala ein: Am 21. November werden in der Stadthalle Erkelenz erneut Spenden für den guten Zweck gesammelt. „Wir hoffen auf eine große Spendenbereitschaft unserer Gäste, damit wir die Sporttherapie auch in Zukunft unterstützen können“, so Thiemo Schmitz.

Eva Weingärtner 

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