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Kreis Heinsberg & Region

Zeit schenken, Leben verändern – Familienpat*innen dringend gesucht

Foto: Caritasverband für die Region Heinsberg e.V.

Familienpat*innen unterstützen dort, wo der Alltag herausfordernd ist: bei Alleinerziehenden, in Familien mit mehreren Kindern oder in belastenden Lebenssituationen.



Geilenkirchen. Ein Lächeln, ein offenes Ohr, ein gemeinsamer Nachmittag auf dem Spielplatz – oft sind es die kleinen Momente, die für Familien den entscheidenden Unterschied machen. Genau hier setzen die Familienpat*innen des Caritasverbandes Heinsberg an: Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und verlässliche Unterstützung im Alltag. Und erleben dabei selbst, wie wertvoll dieses Miteinander ist.

„Ich bin in einer Lebensphase, in der ich mehr Zeit habe – und ich wollte etwas davon zurückgeben“, erzählt eine Patin, die seit einem Jahr aktiv ist. Aufmerksam geworden durch einen Zeitungsartikel, fand sie schnell Zugang: „Die Atmosphäre beim ersten Treffen war sehr herzlich. Ich habe mich sofort gut informiert und willkommen gefühlt.“

Heute besucht sie „ihre“ Familie regelmäßig zwei bis drei Stunden pro Woche. Was sie zurückbekommt, ist unbezahlbar: „Es ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen. Es bereichert mich sehr.“

Wenn zwei Stunden den Unterschied machen

Familienpat*innen unterstützen dort, wo der Alltag herausfordernd ist: bei Alleinerziehenden, in Familien mit mehreren Kindern oder in belastenden Lebenssituationen. Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewirken – gemeinsam spielen, vorlesen, rausgehen oder einfach da sein.

Eine Patin beschreibt ihre Motivation so: „Ich möchte Frauen unterstützen, die oft alleine alles stemmen müssen. In der Zeit, in der ich da bin, kann die Mutter einfach mal durchatmen.“ Auch für die Kinder bedeutet die Patenschaft viel. Eine Ehrenamtliche berichtet: „Das Mädchen freut sich jedes Mal, wenn ich komme – und fragt, warum ich nicht jeden Tag da bin.“

Begegnung auf Augenhöhe

Was die Familienpatenschaften besonders macht, ist die Haltung dahinter: Respekt, Vertrauen und Begegnung auf Augenhöhe. „Man ist kein Profi im klassischen Sinne – aber man lernt, sensibel und respektvoll mit den Familien umzugehen. Manchmal wollen die Mütter einfach nur erzählen. Und schon das hilft“, erklärt eine langjährige Patin. Regelmäßige Austauschtreffen mit anderen Ehrenamtlichen und der Koordinatorin bieten dabei Rückhalt, Orientierung und Gemeinschaft.

Auch die persönliche Entwicklung spielt eine große Rolle: „Man nimmt unglaublich viel für sich selbst mit – an Erfahrungen, an Perspektiven, an Menschlichkeit.“

Ein Ehrenamt, das glücklich macht

Die Motive, Familienpat*in zu werden, sind vielfältig: Zeit schenken, sich gesellschaftlich einbringen, eigene Erfahrungen weitergeben oder einfach etwas Sinnvolles tun.

Viele der Pat*innen engagieren sich seit Jahren – manche sogar seit über einem Jahrzehnt. Ihre Motivation ist vielfältig, doch eines verbindet sie: „Ehrenamt macht glücklich.“ Oder, wie eine Patin es augenzwinkernd formuliert: „Das ist unser Jungbrunnen – ganz ohne Botox.“ Die Tätigkeit schenkt nicht nur den Familien Unterstützung, sondern gibt auch den Ehrenamtlichen selbst viel zurück: Sinn, Freude und das Gefühl, gebraucht zu werden.

Gut begleitet von Anfang an

Niemand wird ins kalte Wasser geworfen: Neue Familienpat*innen werden sorgfältig vorbereitet, begleitet und können selbst mitentscheiden, welche Familie zu ihnen passt. „Die Chemie muss stimmen – das ist ganz wichtig“, betont die Koordinatorin. „Deshalb gibt es vorab Kennenlerngespräche. Und auch später stehen wir immer unterstützend zur Seite.“

Einladung zum Kennenlernen

Wer sich vorstellen kann, Familienpat*in zu werden – oder einfach mehr erfahren möchte – ist herzlich eingeladen:

Kennenlern-Tag in Geilenkirchen
Donnerstag, 23. April, 15 bis 17 Uhr
Sozialpsychiatrisches Zentrum (SPZ) Geilenkirchen
Konrad-Adenauer-Straße 87

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können einfach vorbeikommen, Fragen stellen, mit der Koordinatorin oder einigen Familienpatinnen ins Gespräch kommen und einen Einblick in das Ehrenamt gewinnen. Besonders im Raum Geilenkirchen, Übach-Palenberg und Umgebung werden aktuell dringend weitere Familienpat*innen gesucht.

Ein kleines Engagement mit großer Wirkung

Ob berufstätig, im Ruhestand oder mitten im Familienleben – Familienpat*in kann jeder werden, der Zeit, Offenheit und Herz mitbringt. Denn manchmal braucht es nicht viel, um viel zu verändern:

ein paar Stunden Zeit, ein offenes Ohr – und die Bereitschaft, für andere da zu sein. Oder, wie es eine Patin sagt: „Zeit ist ein Geschenk. Und wenn man sie teilt, wird sie noch wertvoller.“

Wer sich direkt als Familienpat*in engagieren möchte oder vorab Fragen hat, kann sich einfach telefonisch unter 02431 / 9484418 oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) an die Koordinatorin Eva Bartels wenden.


Quelle: PM Caritasverband für die Region Heinsberg e.V.

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