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Induktionskochplatten: Brauche ich jetzt neue Töpfe?

Foto: Benjamin Nolte/dpa-mag

Effizientes Kochen: Induktionskochplatten verbrauchen weniger Strom als herkömmliche Gussplatten und erhitzen Töpfe schnell und präzise.

München/Salzgitter (dpa). Induktionskochplatten arbeiten mit schnell wechselnde Magnetfeldern, um Töpfe, Pfannen und das Essen darin zu erhitzen - und haben einen vergleichsweise geringen Stromverbrauch. Laut den Verbraucherzentralen ist er etwa bis zu 40 Prozent niedriger als bei den früher gängigen Gussplatten. Dem TÜV Süd zufolge zählt Induktion heute zu den effizientesten Kochtechnologien. Doch wer zu dieser wechselt, braucht auch das passende Kochgeschirr dafür.

Induktion funktioniert nämlich nur mit ferromagnetischen Töpfen und Pfannen. Das heißt, das Kochgeschirr muss einen magnetischen Boden haben, etwa aus Edelstahl oder Gusseisen. Ob die eigenen Töpfe und Pfannen sich fürs Kochen mit Induktionsplatten eignen, oder ob man neue braucht, kann man leicht herausfinden. Und zwar, indem man einen kleinen Magneten daran hält.

«Haftet ein Magnet am Topfboden, ist er induktionsgeeignet», erklärt der TÜV-Süd-Produktexperte Christian Kästl. Oft ist geeignetes Kochgeschirr auch gekennzeichnet, etwa mit einer geschwungenen Spirale.

Topf sollte nicht zu klein sein

Außerdem wichtig: Der Durchmesser des Kochgeschirrs muss zur Größe der Kochzonen der Induktionsplatten passen. Ist der Topf zu groß für die Kochzone, wird das Essen nicht gleichmäßig erhitzt. Um die Magnetfeldbelastung beim Kochen so gering wie möglich zu halten, sollten Topf oder Pfanne aber auch nicht zu klein für die Kochzone ausfallen.

Denn bei einem falschen Topf kann der von der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) entwickelte Referenzwert für die magnetische Flussdichte (27 Mikrotesla) in der Nähe des Geräts erreicht werden, so das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Auch dann sind dem BfS zufolge wegen «der geringen Kopplung der Felder mit dem Körper» gesundheitliche Wirkungen zwar nicht zu erwarten, sie «können bei Erreichen des Referenzwertes» dem BfS zufolge aber auch «nicht ausgeschlossen werden».

Das BfS empfiehlt übrigens neben der passenden Topfgröße beim Kochen am Induktionsherd auch darauf zu achten, dass man fünf bis zehn Zentimeter Abstand von der Vorderkante des Herdes einhält. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät zudem, keine defekten Pfannen mit krummen Böden zu verwenden. Und zwar auch dann nicht, wenn sich diese noch problemlos erhitzen lassen.

Holz- statt metallischen Kochlöffeln verwenden

Fürs Rühren eignen sich dem BAG zufolge Holz- oder Plastikkochlöffel. Vermeiden sollten Sie demnach hingegen mit beiden Händen gleichzeitig mit metallischen Kochlöffeln in zwei Pfannen zu rühren. Verwenden Sie zum Rühren bei Induktionsherden am besten generell keine metallischen Kochlöffel, damit keine Ableitströme durch den Körper fließen.

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