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Kreis Heinsberg & Region

Nachhaltiges Wohnen beginnt vor der eigenen Haustür

Foto: LAG Westzipfelregion e. V.



Ideen und Förderungen für Bürgerinnen und Bürger in der Westzipfelregion 

Heinsberg. Wie kann nachhaltiges Wohnen in der Westzipfelregion künftig gelingen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der gut besuchte Diskussions- und Netzwerkabend unter dem Titel „Wie geht nachhaltiges Wohnen in der Westzipfelregion?“. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung und Architektur folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch.

Veranstaltet wurde der Abend von der LAG Westzipfelregion e. V., die damit einen weiteren Impuls zur nachhaltigen Regionalentwicklung setzte. 

Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Fördermöglichkeiten im Bereich nachhaltiges Wohnen aufzuzeigen, gelungene Praxisbeispiele vorzustellen und gemeinsam Potenziale für eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu identifizieren.

Nach der Begrüßung führte Marianka Lesser aus dem Bereich Regionalentwicklung und Nachhaltigkeitsberatung durch den Abend.

Ergänzend informierte Jens Fleischer über das Förderprogramm „Klimaschutz und Klimafolgeanpassung“ der Stadt Heinsberg sowie über den Wettbewerb „Heinsberg blüht auf“. Dabei stellte er konkrete Unterstützungsangebote für Bürgerinnen und Bürger vor.

Gefördert werden unter anderem Balkonkraftwerke, Dach- und Fassaden-Photovoltaikanlagen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie kostenfreie Verteilaktionen von Baum- und Heckenpflanzen. Interessierte können sich hierzu per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. wenden.

Weitere Einblicke gab Marianka Lesser mit Informationen zum Fassaden- und Hofprogramm in der Gemeinde Gangelt. Ziel des Programms ist es, private Haus- und Grundeigentümerinnen und -eigentümer dabei zu unterstützen, Fassaden und Außenanlagen attraktiver zu gestalten und dadurch das Erscheinungsbild der Ortskerne nachhaltig aufzuwerten.

Im Rahmen des Programms können bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten und maximal 10.000 Euro pro Objekt gefördert werden. Weitere Informationen hierzu finden Interessierte unter www.westzipfelregion.de/staedtebau 

Ein anschauliches Praxisbeispiel präsentierte Wolfgang Paulus, der seinen Garten mithilfe des Fassaden- und Hofprogramms nachhaltig umgestaltet hat. Besonders hervorzuheben sei, dass sich nach der Umgestaltung zahlreiche Insekten in den neuen Lebensräumen im Garten angesiedelt haben. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass ein insektenfreundlicher Vorgarten keineswegs pflegeintensiver sein müsse als ein Steingarten. Naturnahe Gärten könnten langfristig sogar pflegeleichter gestaltet werden und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und zum lokalen Klimaschutz leisten.

Darüber hinaus stellte Marianka Lesser die Bildungsangebote der Volkshochschule Kreis Heinsberg vor. Dort werden kostenfreie Online-Vorträge zu Themen wie Sonnenstrom, Dachbegrünung oder modernen Heizsystemen angeboten. 

Zusätzlich wurde auf die Informationsplattform www.co2online.de hingewiesen. Bürgerinnen und Bürger finden dort umfangreiche Informationen rund um Energiesparen, Modernisieren und nachhaltiges Bauen sowie verschieden Strom- und Energiesparchecks. 

Die Ergebnisse des Abends liefern wertvolle Impulse für die weitere Arbeit der LAG Westzipfelregion e. V. und sollen in zukünftige Entwicklungsprozesse einfließen. „Der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort ist entscheidend, um Projekte zu entwickeln, die wirklich in der Region wirken“, so das Fazit der Veranstalter.

Im Mittelpunkt des Abends standen zudem Themen wie nachhaltige Bau- und Wohnformen, Klimaanpassung im Wohnumfeld sowie die Frage, wie Förderprogramme gezielter genutzt und besser zugänglich gemacht werden können. Besonders deutlich wurde der Wunsch nach einer stärkeren Bündelung von Informationen zu „grünen Fördermöglichkeiten“ sowie nach praxisnahen Beispielen erfolgreicher Projekte in der Region.

Als besonders wichtig wurden von den Teilnehmenden unter anderem die Ausweitung von Förderprogrammen zur Flächenentsiegelung, die stärkere Förderung von Begrünungsmaßnahmen, regionale Saatgutmischungen sowie die Fortführung und Erweiterung von Verteilaktionen für Baum- und Heckenpflanzen hervorgehoben. Ebenfalls großes Interesse galt den finanziellen Vorteilen von Umbau statt Neubau sowie dem Thema Mehrgenerationen-Wohnen als zukunftsfähiges Wohnmodell.

Abgerundet wurde der Abend durch ein informelles Netzwerktreffen bei kühlen Getränken und kleinen Snacks, das intensiv für Gespräche, neue Kontakte und gemeinsame Ideen genutzt wurde.

Der Diskussions- und Netzwerkabend machte deutlich: Nachhaltiges Wohnen ist ein gemeinschaftlicher Prozess, der nur im Zusammenspiel vieler Akteure erfolgreich gestaltet werden kann.

Quelle: PM LAG Westzipfelregion e. V.

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