IT-Verband Bitkom mahnt zu Transparenz bei Hackerangriffen

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder hat Unternehmen gemahnt, die Opfer von Hackerangriffen werden, zu Transparenz gegenüber den Betroffenen. "Vor dem Angriff Cyberkrimineller ist leider niemand gefeit", sagte Rohleder dem "Handelsblatt". Umso wichtiger sei es, sich in einer IT-Sicherheitsstrategie vorher Gedanken über das richtige Vorgehen in einem solchen Fall zu machen.

Komme es zu einem erfolgreichen Hackerangriff, habe es oberste Priorität, die Sicherheitslücke zu schließen, die den Datendiebstahl ermöglicht hat, und den Schaden zu minimieren. "Im zweiten Schritt ist es notwendig, gegenüber den Betroffenen – etwa Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern – größtmögliche Transparenz herzustellen und sie über Art und Umfang der entwendeten Daten zu informieren", so Rohleder. Dazu gehöre auch, dem Einzelnen eine Handlungsempfehlung zu geben, etwa Passwörter zu ändern, die mit einer bestimmten E-Mail-Adresse verknüpft sind.

"Ein solches Verhalten ist auch deshalb wichtig, weil erschüttertes Vertrauen in ein einzelnes Unternehmen immer auch auf eine ganze Branche ausstrahlen kann", sagte Rohleder. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der US-Fahrdienstvermittler Uber einen Hackerangriff, bei dem mehrere Millionen Daten von Kunden und Fahrern geklaut wurden, vor den Betroffenen geheim gehalten und den Kriminellen sogar Schweigegeld gezahlt habe.

Foto: Tastatur (über dts Nachrichtenagentur)